Verkehrssicherheit
Senioren besonders gefährdet

Ältere Menschen sind selten in Verkehrsunfälle verwickelt. Wenn doch, endet das oft tödlich.
Ältere Menschen tragen im Straßenverkehr ein besonders hohes Risiko für tödliche Unfallfolgen. Von den 2.832 Menschen, die 2025 in Deutschland bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, waren 1.115 mindestens 65 Jahre alt. Damit entfielen 39 Prozent aller Verkehrstoten auf diese Altersgruppe, obwohl ihr Anteil an der Bevölkerung lediglich knapp ein Viertel beträgt.
Auch bezogen auf die Einwohnerzahl zeigt sich das erhöhte Risiko. Auf 100.000 Menschen ab 65 Jahren kamen 2025 rund 5,8 Verkehrstote. Bei den 25- bis unter 65-Jährigen waren es knapp halb so viele. Ein ähnlich hohes Risiko wie Senioren hatten junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren.
Dass ältere Menschen in der Statistik so stark vertreten sind, bedeutet allerdings nicht, dass sie besonders häufig in Unfälle geraten. Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil sind sie sogar vergleichsweise selten beteiligt. Entscheidend ist vielmehr die Schwere der Unfallfolgen. Mit zunehmendem Alter sinkt die körperliche Widerstandsfähigkeit. Zudem sind Senioren häufiger als ungeschützte Verkehrsteilnehmer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs.
Der TÜV-Verband fordert angesichts der Zahlen eine stärkere Anpassung des Straßenverkehrs an eine alternde Bevölkerung. Dazu zählen gut sichtbare und beleuchtete Querungen, Mittelinseln, längere Grünphasen, gut lesbare Verkehrszeichen sowie eine übersichtliche Verkehrsführung. Auch intelligente Ampelschaltungen könnten älteren Fußgängern mehr Zeit zum Überqueren der Straße geben.
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(Foto: SP-X)
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