ADAC-Test Kinderfahrradhelme
Kein Produkt "gut", Testsieger kostet 15 Euro

Ein guter Helm muss richtig sitzen, um seine Schutzwirkung entfalten zu können.
ADAC und Stiftung Warentest haben 18 Kinderfahrradhelme auf Unfallschutz, Handhabung, Tragekomfort und Schadstoffe geprüft. Die Prüfkriterien wurden weiterentwickelt, insbesondere bei Riemen und Verschlüssen. Wegen der gestiegenen Anforderungen erreicht kein Modell die Gesamtnote "gut".
Testsieger kommt vom Discounter
Alle Helme bieten bei einem Unfall Schutz vor schweren Kopfverletzungen. Am besten schneidet der rund 15 Euro teure Crivit-Helm ab, der für Lidl produziert wird. Er erzielt als eines von zwei Modellen eine gute Bewertung beim Unfallschutz und erreicht die Gesamtnote 2,6. Positiv fällt seine Sichtbarkeit dank Reflexionsstreifen und Rücklicht auf, Schwächen gibt es beim Tragekomfort.
Zwei Modelle nicht empfehlenswert
Der Abus YouDrop und der Melon Urban-Active erhalten beim Unfallschutz nur die Note "ausreichend". Beide Modelle zeigen Schwächen an den Schläfen. Der Helm von Abus ist zudem schlecht sichtbar. Beim rund 80 Euro teuren Melon-Helm lockert sich während der Fahrt das Gurtband ("Mikroschlupf").
Der Test zeigt Verbesserungsbedarf bei allen Modellen, etwa bei Reflexionsmaterial, gesicherten Gurtenden oder dem Gewicht. Für Händler bedeutet das: Beratung zum Sitz, zur Sichtbarkeit und zum Batteriewechsel bei Rücklichtern bleibt entscheidend. Der ADAC empfiehlt, Helme vor dem Kauf anzuprobieren und nach jedem Sturz auszutauschen.
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(Foto: ADAC/Ralph Wagner)
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