05.07.2013
   

AZT

VW Up nach vier Crashs noch sicher

VW Up

Ein nach Herstellervorgaben und mit Originalteilen reparierter Up ist genauso crashsicher wie ein Neufahrzeug.

Ein nach Herstellervorgaben und mit Originalteilen reparierter Up ist genauso crashsicher wie ein Neufahrzeug. Dies bestätigt das Allianz Zentrum für Technik (AZT) im Rahmen einer Forschungsreihe zur Reparaturfähigkeit von Fahrzeugen.

Bereits im Jahr 2000 wurden die Auswirkungen eines Zweitcrashs auf das Deformations- und Reparaturverhalten von Autos untersucht. Dabei wurde das Fahrzeug frontal mit Aufprallgeschwindigkeiten von 8, 12, 15 und 20 km/h gegen eine starre Barriere gefahren. Danach wurde der Kleinwagen nach Herstellervorgaben und mit Volkswagen Original Teilen fachgerecht repariert. Zur Überprüfung der Insassensicherheit fand abschließend ein 64-km/h-Offsetcrash im Zentrum für Fahrzeugsicherheit von Volkswagen in Wolfsburg statt.

Mit der Fahrzeugkonstruktion wurde der Grundstein für eine günstige Versicherungseinstufung in der Schadensklasse 13 gelegt. Das gute Deformationsverhalten sorgt laut AZT-Untersuchungen dafür, dass keine kostenintensiven Folgeschäden an der Gesamtkarosserie auftreten. Der Up kann optional mit einer City-Notbremsfunktion ausgestattet werden. Diese reduziert die Reparaturkosten zusätzlich.

Der AZT-Strukturtest bildet übliche Versicherungsschäden sehr gut ab. Bei einem typischen Versicherungsschaden handelt es sich um einen Unfall mit einer Geschwindigkeit von weniger als 20 km/h. In Abhängigkeit von der Aufprallgeschwindigkeit werden die Bauteile mehr oder weniger stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Detail heißt das beim Up: Bis zu einer Aufprallgeschwindigkeit von 12 km/h werden ausschließlich Anbauteile beschädigt, so dass sich die Arbeitsumfänge auf Montage und Lackierung beschränken. Ab einer Aufprallgeschwindigkeit von 15 km/h werden zusätzliche Arbeitsumfänge wie Vermessung und Richtarbeiten notwendig.

Ein Strukturschaden am Fahrzeug ist erst ab 15 km/h Aufprallgeschwindigkeit möglich, so dass zusätzliche Schweißarbeiten anfallen. Erste signifikante Verschiebungen der Messpunkte an der in der AZT-Versuchsreihe hauptsächlich betroffenen linken Flanschplatte – vorderes Ende der tragenden Struktur von Schraubteilen – erfordern Richtarbeiten. Bei der Aufprallgeschwindigkeit von 20 km/h musste der vordere linke Längsträger teilerneuert werden. Dennoch lagen die Werte bei der Achsvermessung auch bei 20 km/h Aufprall noch innerhalb der Herstellertoleranz. (ampnet/deg)


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