30.11.2011
   

Eyetracking

Blickerkennung für Fahrerassistenzsysteme

Eyetracking

Die neue Plattform von Tobii Technology verfolgt die Augen des Fahrers.

Tobii Technology hat eine neue Plattform zur Müdigkeits- und Aufmerksamkeitserkennung für Fahrerassistenzsysteme vorgestellt, die auf dem Eyetracking basiert. "Wir haben unsere Technologie in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt und stellen der Automobilindustrie jetzt eine revolutionäre Lösung zur Verfügung, die die Augenöffnung und Blickrichtung des Fahrers präzise erfasst und somit verlässliche Informationen zur Erkennung von Müdigkeit und Aufmerksamkeit liefert", sagte Nicolas Pezzarossa, Geschäftsführer der Tobii Technology GmbH in Deutschland.

Die neue Plattform von Tobii Technology verfolgt die Augen des Fahrers und stellt fest, wie weit sie geöffnet sind, wie schnell sie sich bewegen und wohin sie sich richten. Technisch besteht sie aus zwei Sensoren, die mit nah-infrarot-Licht (NIR) arbeiten, um nicht durch wechselnde Lichtverhältnisse beeinträchtigt zu werden. Die Sensoren sind je nach Fahrzeugtyp aus verschiedenen Winkeln auf den Fahrer gerichtet und gewährleisten so einen durchgängigen Kontakt. Dabei finden die Sensoren die Augen des Fahrers automatisch, sobald dieser sich in einer normalen Fahrerposition befindet. Das System muss also nicht auf den individuellen Fahrer eingestellt werden. Mit den Echtzeit-Informationen kann ein Assistenzsystem den Fahrer überwachen und im Bedarfsfall rechtzeitig warnen.

Auch im Bereich multimodaler Systeme kann die Sicherheit erhöht werden. "In der Anwendungsentwicklung steht die Ablenkung des Fahrers im Mittelpunkt, die wir so gering wie möglich halten, indem wir möglichst unauffällig mit ihm kommunizieren", erklärt Christian Müller, Leiter der Gruppe Automotive IUI am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). "Für die multimodale Interaktion ist die Kombination aus Sprache und Analyse der Augenbewegung unserer Ansicht nach die Schlüssel-Technologie, um dieses Ziel zu erreichen."

Über die Erkennung von Ablenkung und Müdigkeit hinaus bietet die Plattform weitere Einsatzmöglichkeiten zur Entwicklung von Fahrersystemen: Denkbar ist beispielsweise, dass sich die Unterhaltungssysteme oder Head-up-Displays im Fahrzeug mit den Augen steuern lassen. Außerdem können Assistenzsysteme den Fahrer anhand der Augen identifizieren und entsprechende persönliche Einstellungen, wie beispielsweise Sitz- und Spiegeleinstellungen im Fahrzeug, automatisch vornehmen. (se)


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