21.12.2012
   

Continental

Testlizenz für automatisiertes Fahren in Nevada

Hochautomatisiertes Fahren

Continental ist der erste Automobilzulieferer, der in Nevada ein automatisiertes Fahrzeug erproben darf.

Continental ist der erste Automobilzulieferer, der mit Brief und Siegel der Zulassungsbehörde des US-Bundesstaats Nevada ein automatisiertes Fahrzeug erproben darf. Ein rotes Nummernschild mit liegender Acht, dem Unendlich-Zeichen, ist das Erkennungszeichen des nunmehr offiziell genehmigten Versuchsträgers, der allerdings schon länger im Einsatz ist: Gestartet wurde die Erprobung im Frühjahr 2012; seither hat der Wagen bereits 24.000 Kilometer abgespult.

Das neue, rote Nummernschild signalisiert der Polizei und anderen Verkehrsteilnehmern nicht nur, dass sie ein mit Zukunftstechnik ausgestattetes Auto vor sich haben, sondern stellt auch ein Sicherheitszertifikat dar, denn der Zulassung ging eine gründliche Prüfung von Sicherungsmaßnahmen, Mitarbeiterschulung, Systemfunktionen und der Mechanismen zur Unfallmeldung voraus.

Von anderen hochautomatisierten Fahrzeugen unterscheidet sich der Continental-Testwagen nach Firmendarstellung unter anderem dadurch, dass keine maßgeschneiderten Sensoren und Aktuatoren verwendet werden, sondern überwiegend bereits in Serienproduktion befindliche Komponenten. Außerdem ist der Platz hinterm Lenkrad nach wie vor besetzt, obwohl sich das Fahrzeug mit Hilfe von vier Nahbereichs-Radarsensoren (zwei vorne, zwei hinten), einem Fernbereichs-Radar und einer Stereokamera sowohl auf verkehrsarmen Schnellstraßen als auch im dichten Feierabendverkehr eigenständig zurechtfindet. Ziel der Entwicklung sei zunächst einmal, ?dem Fahrer langweilige und monotone Tätigkeiten abzunehmen, wie beispielsweise das Fahren bei wenig Verkehr auf der Autobahn oder bei niedriger Geschwindigkeit in einem Stau?.

Laufen die Tests weiterhin gut, prognostiziert Continental, könnten "ab 2016 erste teilautomatisierte Systeme den Fahrer in Stop & Go-Situationen im geringen Geschwindigkeitsbereich bis 30 km/h auf der Autobahn entlasten". Systeme, die "hoch- und schließlich vollautomatisiertes Fahren selbst bei höheren Geschwindigkeiten und in komplexeren Fahrszenarien" ermöglichen sollen, werden nach Continental-Einschätzung frühestens 2020 beziehungsweise 2025 serienreif sein. (mid/gfm)

Eine Roadmap von Conti gibt es unter dem Artikel zum Download!


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