DUH
Studie bestätigt Kritik an immer größeren Autos

Ein kleines Auto passt noch in die Parklücke – doch in vielen Städten werden Autos immer größer und der Platz knapper.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert deutsche Städte auf, stärker gegen den Trend zu immer größeren Autos vorzugehen. Hintergrund ist eine neue Studie von Transport & Environment (T&E), wonach neu verkaufte Autos seit dem Jahr 2000 im Durchschnitt jährlich um 1,2 Zentimeter länger und insgesamt um 0,5 Zentimeter breiter geworden sind. Auch Breite und Höhe der Motorhauben nehmen demnach weiter zu.
Dazu erklärt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Unsere Städte werden mit immer mehr und immer größeren Autos geflutet. Trotz sinkender Familiengrößen und geringerer Fahrzeugauslastung weigern sich die deutschen Automobilhersteller konsequent, Kleinwagen zu produzieren und zu bewerben. Immer größere Autos blockieren zunehmend Gehwege und Grünflächen und machen Unfälle tödlicher – besonders für Kinder, Ältere und Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Wenn Städte dem nun einen Riegel vorschieben, ist das richtig als Notwehr. Neben einem Verbot von Monster-SUV und Pick-ups in Innenstädten, braucht es regulatorische Vorgaben gegen den SUV-Wahn. Paris macht es vor: Hier gelten für überdimensionierte Fahrzeuge bis zu dreifach höhere Parkgebühren."
Die DUH fordert unter anderem verbindliche Obergrenzen für die Größe neuer Pkw. So sollen neue Fahrzeuge maximal 1,85 Meter breit, 4,90 Meter lang und 1,92 Meter hoch sein. Außerdem spricht sich die Organisation für eine Reform der Kfz-Steuer nach CO₂-Ausstoß und Gewicht sowie für Parkgebühren nach ökologischen Kriterien wie Größe, Gewicht oder Motorleistung aus.
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(Foto: SP-X)
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