Euro NCAP
Allianz tritt Safer-Trucks-Programm bei

"Wir freuen uns sehr, die Allianz im Safer Trucks-Programm willkommen zu heißen", sagt Matthew Avery, Director of Strategic Development Euro NCAP (links). Rechts: Christian Sahr, Managing Director Allianz Center for Technology.
Euro NCAP hat die Allianz als assoziiertes Mitglied in sein Programm "Safer Trucks" aufgenommen. Das 2024 gestartete Bewertungsprogramm analysiert die Sicherheitsausstattung schwerer Nutzfahrzeuge und soll mehr Transparenz über das reale Sicherheitsniveau im Lkw-Verkehr schaffen.
Know-how aus dem Schadensbusiness einbringen
Nach Angaben von Euro NCAP wurden in den ersten beiden Jahren rund 30 Lkw-Modelle getestet. Dabei identifizierte das Programm sicherheitsrelevante Schwachstellen und förderte die Verbreitung moderner Assistenz- und Sicherheitssysteme. Hintergrund ist das hohe Unfallrisiko: Rund 90 Prozent der Todesopfer bei Unfällen mit schweren Nutzfahrzeugen sind Insassen anderer Fahrzeuge oder ungeschützte Verkehrsteilnehmer. Gleichzeitig werden etwa 95 Prozent der Waren in der EU über den Straßengüterverkehr transportiert.
Mit dem Beitritt will die Allianz ihr Know-how aus Schadenstatistiken, Unfallforschung und Risikobewertung einbringen. Insbesondere Daten aus der Praxis sollen helfen, den tatsächlichen Nutzen von Sicherheitstechnologien besser zu verstehen. Diese Erkenntnisse sollen sowohl Herstellern als auch Flottenbetreibern Hinweise für prioritäre Verbesserungen liefern.
Euro NCAP sieht in der Kooperation einen weiteren Schritt, unabhängige Fahrzeugtests mit wirtschaftlicher Risikoanalyse zu verbinden. Ziel sei es, die Marktdurchdringung bereits verfügbarer Sicherheitssysteme im Lkw-Segment zu erhöhen und damit Unfälle und deren Folgen zu reduzieren.
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(Foto: Allianz Versicherungs-AG)
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