07.03.2014
   

Kältemittel-Streit

EU-Kommission sieht keine Risiken

Warnschild

Kältemittel-Hersteller Honeywell sieht durch das JRC ein "Schlusswort" im Kältemittel-Streit gesprochen.

Erwartungsgemäß hat das mit der Bewertung des KBA-Kältemitteltests beauftragte Joint Research Center (JRC) der Europäischen Kommission keine Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Verwendung von R-1234yf. Das geht aus dem Abschlussbericht hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. "Unter normalen und vorhersehbaren Verwendungsbedingungen" gebe es keine Hinweise auf ernsthafte Risiken, heißt es in dem Papier. Das habe auch die KBA-Untersuchung ergeben.

Damit bestätigt die zur EU-Kommission gehörende Forschungsstelle im Wesentlichen seine Aussagen vom Zwischenbericht im Dezember. Wie bei anderen brennbaren Stoffen in Fahrzeugen sei es für die Hersteller auch bei R-1234yf möglich, etwaige Risiken zu minimieren, so das JRC. Als Beispiele nennt der Bericht, Auslassventile an unkritischen Stellen des Kältemittelkreislaufs, eine bessere Dämmung heißer Motorbereiche, zusätzliche Belüftung oder Feuerlöscher.

Kältemittel-Hersteller Honeywell zeigte sich zufrieden mit dem Abschlussbericht und sprach in einer Mitteilung vom "Schlusswort nach einem gründlichen und integrativen Bewertungsprozess". Dem Abschlussbericht waren drei Treffen und Diskussionen mit verschiedenen Interessenvertretern vorausgegangen. "Der Bericht des Joint Research Centre ist unabhängig und er ist unanfechtbar. Er lässt keinen Zweifel daran, dass HFO-1234yf sicher für die Anwendung in Fahrzeugen ist", betonte Ken Gayer, Geschäftsführer Honeywell Fluorine Products. Für den 1. April ist ein weiteres JRC-Meeting angesetzt, auf dem der Bericht diskutiert werden soll.

Der Daimler-Konzern, dessen Sicherheitsbedenken die Diskussionen ausgelöst hatten, kritisierte die Schlussfolgerungen des JRC: "Aus unserer Sicht ist der Abschlussbericht des JRC zu eng gefasst. Er berücksichtigt weder unsere Versuchsergebnisse und die damit identifizierten Sicherheitsrisiken, noch werden die Hinweise seitens anderer unabhängiger Institutionen ausreichend gewürdigt", erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber asp-Online. Daimler bleibe beim erklärten Ziel, diese schnellstmöglich zur Serienreife zu bringen und damit die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. (ng)


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