18.10.2011
   

Kopfschutz

Ramsauer mahnt Radler

Ramsauer mahnt Radler - Notfalls Helmpflicht

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) mahnt die Radfahrer: Angesichts vieler tödlicher Unfälle sollten sie von sich aus mit Helm fahren - sonst könne der Kopfschutz Pflicht werden. "Wenn sich die Helmtragequote von neun Prozent nicht signifikant auf weit über 50 Prozent erhöht in den kommenden Jahren, dann muss man fast zu einer Helmpflicht kommen", sagte Ramsauer am Dienstag in Berlin. Die FDP regte einen besonderen Schutz für Kinder an.

Nötig seien zunächst deutlich mehr Aufklärung und freiwillige Bereitschaft zum Helmtragen, sagte Ramsauer. Es bereite ihm große Sorge, dass etwa jeder zweite tödliche Fahrradunfall mit schweren Kopfverletzungen zu tun habe. Nach Daten des Statistischen Bundesamts kamen im vergangenen Jahr in Deutschland 381 Fahrradfahrer ums Leben nach 462 im Jahr zuvor. Hintergrund des Rückgangs war, dass wegen des relativ kalten und nassen Wetters weniger Radler unterwegs waren.

Der FDP-Verkehrsexperte Oliver Luksic sagte der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch), man sei "offen für eine klare Helmpflicht für Kinder". Alles andere könne nur "die Ultima ratio sein". Die FDP setze weiter auf die Vernunft der Verkehrsteilnehmer und die guten Kampagnen der Verkehrssicherheitsverbände, um die Quote an Helmträgern zu steigern. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) lehnte eine Helmpflicht ab. Dies führte dazu, dass weniger Menschen das Rad nutzten und damit "alles noch gefährlicher wird", sagte eine Sprecherin der Zeitung.

Unfallchirurgen begrüßen Vorstoß

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie begrüßt den Vorstoß von Verkehrsminister Ramsauer zur Einführung der Helmpflicht. Unfallchirurgen forderten zuletzt im Mai 2011 eine gesetzliche Helmpflicht, um der rückläufigen Helmtragequote entgegenzuwirken. Kopfverletzungen seien die Ursache für die Hälfte aller Todesfälle bei unbehelmten Radfahrern, hieß es. Unter Berücksichtigung dieser Verletzungssituation seien eine konsequente öffentliche Diskussion und das Vorantreiben einer gesetzlichen Helmpflicht nach wie vor zwingend erforderlich, teilte Prof. Tim Pohlemann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, mit.

Die diskutable Einschränkung in der persönlichen Entscheidungsfreiheit durch eine gesetzliche Fahrradhelmpflicht betrachtet die DGU vor dem Hintergrund der unfallchirurgischen Versorgung von verunfallten Fahrradfahrern als zweitrangig. (dpa/se)


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