02.04.2012
   

Sicherheit

Continental entwickelt Ausparkassistenten

Continental Ausparkassistent

Eine neue Sensorgeneration erkennt beim Rückwärtsfahren querende Fahrzeuge und warnt den Fahrer vor einer Kollision.

Continental hat einen elektronischen Ausparkassistenten als Teil des Sicherheitskonzeptes "ContiGuard" entwickelt. Wie der Automobilzulieferer mitteilte, nutzt das "Rear Cross Traffic Alert (RCTA) System" dieselbe Radarinfrastruktur wie bei der Erkennung von Fahrzeugen im toten Winkel. Um die erhöhten Präzisionsanforderungen erfüllen zu können, seien die Sensoren entsprechend weiter entwickelt worden, hieß es.

"Mit dem neuen Ausparkassistenten nutzen wir unsere einzigartige Signalverarbeitung, die jetzt dank Weiterentwicklung zusätzliche Funktionen bieten kann. Diese Mehrfachnutzung von Sensor-Hardware macht neue Fahrerassistenzsysteme wirtschaftlicher", sagte Wolfgang Fey, Leiter Entwicklung im Segment Advanced Driver Assistance Systems bei der Continental-Division Chassis & Safety. Das neue Fahrerassistenzsystem soll erstmalig 2013 in Serie gehen.

Wie bei heutigen Systemen zur Überwachung des toten Winkels basiert auch die Ausparkhilfe auf zwei Nahbereichs-Radarsensoren, die unsichtbar an der rechten und linken hinteren Ecke des Fahrzeugs hinter dem Kunststoffstoßfänger sitzen. Von dort aus erfassen sie jeweils einen Winkel von 120 Grad. Dieser relativ breite Fächer lässt sich auch zur Erkennung von querenden Fahrzeugen nutzen.

"Die Herausforderung bei einem elektronischen  Ausparkassistenten liegt darin, die Kollisionsbahn des querenden Fahrzeugs zuverlässig zu berechnen", erläuterte Norbert Hammerschmidt, Leiter Customer Programs Fahrerassistenzsysteme. "Dazu benötigen wir präzise Angaben über die Richtung, Geschwindigkeit und Distanz des querenden Fahrzeugs. Mit der neuen Sensorgeneration haben wir diese Datengrundlage. Wird dabei eine Kollision mit dem eigenen Fahrzeug als wahrscheinlich erkannt, warnt das System den Fahrer."

Im aktuell aufgebauten Demonstrationsfahrzeug sei der Ausparkassistent so ausgelegt, dass er Autos und Zweiräder innerhalb einer Reichweite von mindestens 35 Metern und ab einer Geschwindigkeit von etwa fünf km/h und bis zu rund 30 km/h erkennt. Fußgänger würden zwar erkannt, müssten sich aber schnell und zielstrebig auf das Fahrzeug zubewegen um eine Warnung auszulösen. Zu den technischen Feinheiten des Ausparkassistenten gehört laut Hersteller die Fähigkeit, auch Kurvenbahnen eines querenden Fahrzeugs zu erkennen. Erkennt das Fahrerassistenzsystem eine drohende Kollision, so macht es den Fahrer mit einem Warnton und LEDs im Innenrückspiegel aufmerksam. (se)


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