18.06.2014
   

"Sicherheit im Straßenverkehr"

DVR verleiht Förderpreis

Förderpreis Sicherheit im Straßenverkehr

Verleihung des DVR-Förderpreises "Sicherheit im Straßenverkehr"

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat den Förderpreis "Sicherheit im Straßenverkehr" im Rahmen des 18. Workshops "Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit" im Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) in Dresden vergeben. Die Auszeichnung umfasst drei Preisträger und ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert.

Den ersten Preis erhielt Peter Sturmeit von der TU Dresden. Er hat in seiner Arbeit untersucht, ob sich ältere Autofahrer in ihrem Verhalten während einer Autobahnfahrt systematisch von jüngeren Fahrern unterscheiden. Zusammenfassend konnte gezeigt werden, dass das Alter allein keine bedeutsamen Gefährdungserhöhungen nach sich zieht, nur in Kombination mit gewissen Faktoren. Auch scheint im Alter bis 75 sogar eine gewisse kompensatorische Vorsicht zu gelten. Praxisuntersuchungen mit noch älteren Fahrern stehen noch aus.

Über den zweiten Platz freute sich Isabelle-Bianca Hoth von der Bergischen Universität Wuppertal. Ihre Arbeit untersucht das Risikopotenzial und die Wirkung geschwindigkeitsdämpfender Maßnahmen in Wohnsammelstraßen (Straßen, die den Verkehr mehrerer Wohngebiete zu Hauptverkehrsstraßen leiten). Wirkungsvoll erwiesen sich insbesondere der Versatz der Fahrbahn und Rechts-vor-Links-Regelungen sowie unter bestimmten Umständen auch stationäre Geschwindigkeitsmesser und Querschnittgestaltungen. Aufpflasterungen und Einengungen hingegen wiesen keinen Effekt auf die Geschwindigkeit auf. Am wirkungsvollsten war eine Kombination von Maßnahmen. Diese Erkenntnisse sind – sofern generalisierbar – interessant für die Gestaltung von Straßen mit Geschwindigkeitsbeschränkung.

Die dritte Preisträgerin, Olivia Twrdy von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, hat in ihrer Arbeit analysiert, wie sich elektronische Fahrerassistenzsysteme (FAS) auf die Entstehung von Risikokompensation auswirken. Bei fast allen Systemen wurde eine Verhaltensadaptation oder Risikokompensation festgestellt, wenn auch nicht in allen Studien. Die Effekte waren unterschiedlich stark, bei den meisten war ein Sicherheitsnutzen für die Fahrzeughalter zu verzeichnen. Unfallverschiebungen auf schwächere Verkehrsteilnehmer wurden ebenfalls gefunden.

Die Jury für den Förderpreis setzte sich aus Professor Rüdiger Trimpop von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Torsten Kunz, Präventionsleiter der Unfallkasse Hessen, und Jochen Lau, Referatsleiter Unfallprävention – Wege und Dienstwege beim DVR, zusammen. (vku)


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