Statistik zu schweren Verkehrsunfällen
Männer sind häufiger Verursacher

Bei Unfällen mit tödlich Verunglückten liegt der Anteil männlicher Verursacher bei rund 70 Prozent-
Männer verursachen in Baden-Württemberg den Großteil schwerer Verkehrsunfälle. Laut aktuellen Zahlen des zuständigen Verkehrsministeriums gehen 68 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden auf ihr Konto. Bei Unfällen mit tödlich Verunglückten liegt der Anteil männlicher Verursacher sogar bei rund 70 Prozent. Als häufigste Ursachen nennt das Ministerium überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol sowie riskante Fahrmanöver.
Zwar legen Männer im Durchschnitt mehr Fahrkilometer zurück als Frauen, doch laut Ministerium erklärt das nicht den deutlichen Unterschied bei den Unfallzahlen. Als weiteren Beleg für das höhere Gefahrenpotenzial männlicher Autofahrer wird die Zahl der bei Unfällen tödlich Verunglückten genannt. Während bei 1.000 von Frauen verursachten Pkw-Unfällen sechs Menschen sterben, steigt die Zahl der Todesopfer bei 1.000 von Männern verursachten Pkw-Unfällen auf zwölf, wie Zahlen der Studie "Mobilität in Deutschland" zeigen.
Mit der Kampagne "Team Vision Zero" will Baden-Württemberg auf das riskantere Verhalten männlicher Autofahrer aufmerksam machen und für verantwortungsbewussteres Fahren werben. Unter Slogans wie "Deine Mutter fährt besser als du" sollen junge Männer sensibilisiert werden. Das Ziel Baden-Württembergs ist es, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 gegenüber 2010 um 60 Prozent zu senken. Langfristig verfolgt das Land die "Vision Zero" mit null Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr.
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(Foto: SP-X/Lea Fuji)
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