12.01.2022
   

Thermosensoren für vorausschauendes Fahren

Die Sicherheitsgurte von morgen

Adasky entwickelt und produziert sogenannte Thermosensoren, die in allen Wetterlagen funktionieren müssen.

Um maximale Sicherheit zu erreichen, brauchen Fahrzeuge immer mehr und immer bessere Sensoren. Das israelische Unternehmen Adasky entwickelt und produziert sogenannte Thermosensoren, die in allen Wetterlagen funktionieren müssen. Das Start-up hat ein Patent auf die intern entwickelte "Shutterless"-Technologie, was so viel heißt, dass die Linse der kleinen Kamera im Dauerbetrieb ist und niemals schläft.

Thermische Kameras mit Langwellen-Infrarot-Sensorik sind eine wichtige Ergänzung zu Lidar und Radar. Besonders nachts und bei schlechtem Wetter, bei Blenden durch starken Sonneneinfall, Fernlicht oder andere schlechte Lichtbedingungen entwickeln sie ihre Stärken bei fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (ADAS). Laut Adasky kann die intelligente Langwellen-Infrarotkamera (LWIR)"Viper" durch die genannten widrigen Verkehrsbedingungen sozusagen hindurchsehen.

Für den richtigen Durchblick

Zwar liefern Tageslichtkameras, Radare und Lidar wertvolle Hilfen bei autonomen Notbremsvorgängen (AEB) und anderen ADAS-Systemen, sie können aber immer noch nicht lückenlos sehen. Hier springt die Langwellen-Infrarotkamera ein und füllt für den Fahrer oder das selbstfahrende Auto tote Winkel und blinde Flecken mit Bildern aus. Sei es zum Beispiel ein vor einem Bus vorspringender Mensch, den das menschliche Auge noch nicht sieht, und auch nicht die anderen Systeme an Bord. Die LWIR-Kamera kann das mit ihren präzisen thermischen Erkennungsmöglichkeiten und den Bildern, die sie in jedweder Umgebung produziert.

Thermische Kameras mit Langwellen-Infrarot-Sensorik sind eine wichtige Ergänzung zu Lidar und Radar.

Adasky habe mit der Viper-Kamera die Wärmebildtechnik neu erfunden und von einer veralteten Infrarot-Bildgebungstechnologie in eine intelligente Kamera überführt, erläutert der Nordamerikachef des Unternehmens, Bill Grabowski. Sie seien die nächsten Sicherheitsgurte. Die Kamera bediene sich Künstlicher Intelligenz (KI) und entspreche den Anforderungen der Automobilindustrie für automatisiertes Fahren. Geringer Stromverbrauch und unterbrechungsfreier Betrieb der Kamera seien weitere Faktoren. "Es ist das einzige System seiner Art, dem keine Echtzeitdaten des Fahrgeschehens entgehen", betont Grabowski.

Insbesondere Premiumhersteller wie Audi, BMW, Cadillac, Lexus oder Mercedes sind die Kunden dieser Technologie. Seit 2021 gehört auch Jeep dazu. Die Kosten liegen derzeit bei rund 100 US-Dollar pro Sensor. (SP-X)


Kommentar verfassen

Frage des Monats

PDF-Download

Neue Kriterien für Karosserie-Eingangs-Vermessung

Das Allianz Zentrum für Technik und die Deutsche Kommission für Lack und Karosserieinstandsetzung empfehlen neue Kriterien für die Durchführung einer Karosserie-Eingangs-Vermessung zur Schadendiagnose in der Reparaturwerkstatt. mehr »

Datenblätter

Kostenlose 2D DXF-Daten

Zu den Datenblättern der Autos gibt es auch DXF-Dateien zum Download. Nur für Abonnenten! mehr »

Mini-Abo

Maxi-Paket zum Mini-Preis

Testen Sie jetzt drei Ausgaben der VKU zum Mini-Preis. Keine Kündigung nötig! mehr »

Kontakt

Haben Sie noch Fragen?

Dann kontaktieren Sie uns - wir helfen Ihnen gerne weiter! mehr »
Abonnieren Sie die VKU noch heute Hier klicken »

Datenblätter-Archiv

Datenblätter

Informieren Sie sich umfassend über aktuelle Fahrzeugmodelle und technische Daten. mehr »

News aus der Autobranche

AUTOHAUS Online

Tagesaktuelle News, spannende Bildergalerien und die heißesten Autovideos gibt es hier »

Jahresinhaltsverzeichnis 2023

VKU Jahresinhaltsverzeichnis 2023

VKU auf einen Blick

Das gesamte Inhaltsverzeichnis der VKU Ausgaben 2023 zum Download! mehr »