Verkehrssicherheit
TÜV-Verband fordert Neustart für die Vision Zero

Die Vision Zero sollte nicht nur ein übergeordnetes Ziel sein, sondern mehr rechtliche Verbindlichkeit bekommen, sagt der TÜV-Verband.
Der TÜV-Verband fordert einen politischen Neustart zur Umsetzung der sogenannten Vision Zero, also dem engagierten Ziel, die Zahl der Verkehrstoten langfristig auf null zu senken, sprich zu vermeiden. Deutschland verzeichne seit Jahren kaum Fortschritte bei der Verkehrssicherheit. Im Jahr 2025 sei die Zahl der Verkehrstoten sogar seit langem wieder leicht auf 2.814 gestiegen, während die Zahl der Verletzten mit rund 366.000 nahezu unverändert geblieben sei. Damit liege Deutschland deutlich hinter dem Ziel zurück, die Zahl der Getöteten bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren.
Vision Zero gesetzlich verankern
Der Verband spricht sich dafür aus, die Vision Zero rechtlich verbindlich im Straßenverkehrsgesetz zu verankern, sodass Verkehrssicherheit stärker als bisher als Maßstab für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung dient. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit seien umfassende Maßnahmen notwendig.
Dazu zählen unter anderem eine sicherere Gestaltung von Infrastruktur wie Kreuzungen und Landstraßen, eine gezieltere Nutzung von Tempolimits, Verbesserungen bei der Fahrzeugtechnik sowie eine stärkere Förderung der Fahrkompetenz. Auch die Weiterentwicklung der Hauptuntersuchung im Hinblick auf moderne Fahrzeugsysteme wird gefordert.
Darüber hinaus plädiert der Verband für strengere Regeln im Umgang mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, eine frühere und konsequentere Anordnung der medizinisch-psychologischen Untersuchung sowie eine intensivere Nutzung von Verkehrsdaten zur Identifikation von Gefahrenstellen. Ergänzend wird eine stärkere Verkehrsüberwachung sowie eine systematische Mobilitätsbildung über alle Altersgruppen hinweg empfohlen.
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(Foto: SP-X)
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