Verkehrssicherheit
US-Ampeln belohnen langsame Fahrer

In den USA sollen Ampeln Raser ausbremsen.
Wer sich an das Tempolimit hält, bekommt Grün, Raser müssen warten: Mit einer "Rest in Red" genannten Ampelschaltung geht Portland im US-Bundessstaat Oregon gegen zu schnelle Fahrer vor. Eine erste Auswertung deutet nach Angaben der Verkehrsbehörde auf weniger nächtliche Tempoüberschreitungen hin.
Anders als bei herkömmlichen Ampelschaltungen stehen die Signale während verkehrsarmer Nachtstunden zunächst für alle Richtungen auf Rot. Sensoren erfassen herannahende Fahrzeuge aus mehreren hundert Metern Entfernung. Nähert sich ein Auto mit zulässiger Geschwindigkeit und kommt kein Querverkehr, schaltet die Ampel rechtzeitig auf Grün. Wer schneller unterwegs ist, muss dagegen eher abbremsen oder anhalten. Die Verkehrsbehörde von Portland spricht von einer Art "virtueller Bremsschwelle".
Erstmals setzte Portland das System im Mai 2024 ein, angesichts positiver Effekte soll die Technik nun auf weitere Kreuzungen ausgeweitet werden. Voraussetzung für die intelligente Rotphase sind Sensoren zur Fahrzeugerkennung und entsprechend programmierbare Ampelsteuergeräte. Portland beziffert die Kosten je Kreuzung je nach vorhandener Infrastruktur auf rund 20.000 bis 100.000 Dollar.
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(Foto: KI-generiert)
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